Die Krux mit dem Sonnenschutz

Juhu! Endlich ist er da, der Sommer! Gefühlt unendlich lange Monate haben wir uns auf warme Temperaturen, luftige Kleidung und den Sprung ins kühle Nass gefreut. Solche Momente schenken Spaß und Lebensfreude! Und mit dem richtigen Sonnenschutz tun wir zudem auch unserer Gesundheit etwas Gutes. 

Sonnenbaden ist gesund

Über die Sonne, genauer gesagt über ihre UVB-Strahlung kann in unserer Haut Vitamin D produziert werden. Dieses körpereigene Hormon ist an etlichen körperlichen Prozessen beteiligt. Zum Beispiel ist es unerlässlich für die Knochengesundheit und wirkt sich positiv auf die Stimmung aus. Vitamin-D-Mangel wiederum steht mit einem erhöhten Risiko für Krankheiten in Zusammenhang. Über das Vitamin D hinaus scheint der Kontakt mit Sonnenstrahlen weitere gesundheitliche Vorteile zu haben, die sich bisher aber noch nicht messen lassen. Dass dem so ist, müssen wir aber gar nicht erst durch die Wissenschaft belegen lassen. Wer sich von den wärmenden und belebenden Strahlen bescheinen lässt, der spürt sie einfach.. diese Lebensenergie, die von der Sonne ausgeht.  

Die Haut richtig schützen

Um das gesundheitliche Potential der Sonne richtig auszuschöpfen, ist es neben dem ausgiebigen Sonnenbaden aber genauso wichtig, seine Haut vor Schäden zu schützen. Denn nach Ablauf der Eigenschutzzeit wird die Haut rot und die Gefahr für Sonnenbrand (und langfristig Hautkrebs) steigt massiv. Dieser Eigenschutz ist abhängig vom Hauttyp:

  • Hauttyp 1 (sehr helle Haut, rotes oder blondes Haar, blaue Augen, immer starker und schmerzhafter Sonnenbrand): 
    5-10 Minuten Eigenschutz der Haut
  • Hauttyp 2 (helle Haut, blondes oder braunes Haar, blaue, grüne oder graue Augen, häufig starker und schmerzhafter Sonnenbrand):
    10-20 Minuten Eigenschutz der Haut
  • Hauttyp 3 (hellbraune Haut, hellbraunes oder braunes Haar, graue oder braune Augen, seltener und mäßiger Sonnenbrand): 
    20-30 Minuten Eigenschutz der Haut
  • Hauttyp 4 (bräunliche bis olivfarbene Haut, dunkelbraunes oder schwarzes Haar, braune Augen, fast nie Sonnenbrand):
    40 Minuten Eigenschutz der Haut

Durch das Auftragen von Sonnencreme kann die maximale Aufenthaltsdauer in der Sonne verlängert werden. Hierbei wird die Eigenschutzzeit der Haut mit dem Lichtschutzfaktor (LSF) der Sonnencreme multipliziert. Hauttyp 2 kann mit einem LSF 20 bis zu 6 Stunden an der Sonne bleiben. Vorausgesetzt, die Sonnencreme wird richtig verwendet und ausreichend dick aufgetragen (nach Empfehlung der EU benötigt ein durchschnittlicher Erwachsener für eine Ganzkörper-Anwendung ca. 36g Sonnencreme).

Herkömmliche Sonnencreme ist ungesund

Es wird oft behauptet, dass Chemikalien in Kosmetikprodukten unschädlich seien, da sie nicht oral aufgenommen werden. Dass die Haut aber durchaus Poren zur Aufnahme von gesundheitsschädigenden Stoffen hat, sollte jedem klar sein. Chemikalien gelangen über die Haut in unseren Körper und können Organe belasten. Herkömmliche Sonnencremes enthalten eine Vielzahl bedenklicher Inhaltsstoffe. Neueste Forschungen weisen sogar darauf hin, dass einige Chemikalien in Sonnencremes die Entstehung von Hautkrebs fördern. In den USA konnte eine Studie aufzeigen, dass 97 Prozent der Amerikaner mit der Chemikalie Oxybenzone (4-methoxy-2-hydroxybenzophenone) vergiftet sind. Diese wird in Sonnencremes und anderen Kosmetika als UVA-Blocker verwendet. Sie wird unter anderem für die Unterentwicklung von Babys bei der Geburt und für die Entstehung von chronischen Krankheiten im späteren Leben verantwortlich gemacht.

Besser mineralisch und frisch

Da wir uns mit Sonnencreme schützen und nicht belasten wollen, ist die Auswahl des Produkts eine weitreichende Entscheidung für unsere Gesundheit. Auf chemisch-synthetische UV-Filter, wie  Benzophenon-3, Ethylhexyl Methoxycinnamat, Ethylhexyl Salicylat, Homosalat oder Octocrylen sollte natürlich unbedingt verzichtet werden. Stattdessen sollten mineralische Pigmente, wie Titandioxid und Zinkoxid den Lichtschutzfilter bilden. Diese Partikel reflektieren, streuen und absorbieren die UV-Strahlung, sie wirken wie ein Spiegel. 

Wer neben dem gesunden Sonnenschutz auch auf die natürliche Pflege seiner Haut achtet, dem sei wärmstens diese Sonnencreme ans Herz gelegt. Ihre Formulierung wird durch Wirkstoffe ergänzt, die sonnengestresste Haut beruhigen. So hat das enthaltene Gelbwurz-Extrakt antioxidative Effekte und Oryzanol aus Reiskeimen stärkt die Hautbarriere. Öle aus Schwarzkümmel, Karanja und Mariendistel unterstützen den Sonnenschutz zudem auf natürliche Weise. Abgerundet wird die Pflege durch hochpotentes Coenzym Q10, welches die Zellen vor Alterung schützt. 

Nun ist es deine Entscheidung. Was ist dir deine Gesundheit wert?

Literatur:

  • „Avoid sunscreens with potentially harmful ingredients, group warns“ CNN 2012 (Die EWG warnt vor Sonnencremes mit potentiell gesundheitsschädlichen Inhaltsstoffen)
  • Benson HA „Assessment and clinical implications of absorption of sunscreens across skin.“ Am J Clin Dermatol. 2000 Jul-Aug;1(4):217-24. (Bewertung und klinische Auswirkungen der Absorption von Sonnenschutzmitteln über die Haut.)
  • Environmental Working Group (EWG) „CDC: Americans Carry Body Burden of Toxic Sunscreen Chemical“ March 25, 2008 (CDC: Amerikaner tragen toxische Chemikalie aus Sonnenschutz in sich)
  • „Sunscreen Indgredient May Increase Skin Cancer Risk“ ScienceDaily 2012 (Sonnencreme-Inhaltsstoff könnte Hautkrebs-Risiko erhöhen)
  • „Sunscreen and skin cancer“ EWG 2012 (Sonnencreme und Hautkrebs)

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