Detox in der Fastenzeit

Von Aschermittwoch, das ist in diesem Jahr der 17.02.2021, bis Ostern ist Fastenzeit. In jeder großen Religion wird mindestens einmal im Jahr gefastet. Bei diesem uralten Brauch steht der zeitweilige Verzicht im Mittelpunkt. Auf WAS dabei verzichtet wird, wurde über die Jahrhunderte immer individueller. Auch ist das Fasten nicht mehr nur bei Gläubigen beliebt. Nein, viele Menschen, insbesondere Gesundheitsbewusste, haben erkannt, dass der Verzicht in der heutigen Überflussgesellschaft durchaus wohltuende Auswirkungen hat.  

So reduzieren Manche in den 40 Tagen ihren Zuckerkonsum, andere lassen den Alkohol weg oder verringern ihren Medienkonsum. So unterschiedlich wie die „Verzichtsobjekte“, so verschieden sind auch die Beweggründe für das Fasten. Die Einen wollen ihre mentale Balance wiederherstellen, die Anderen möchten sich (und anderen) beweisen, dass sie diszipliniert sein können. Wieder Andere aber haben sich zum Ziel gesetzt, ihren Körper zu entgiften und gesundheitliche Effekte zu erreichen. 

Und tatsächlich können laut der Wissenschaft bestimmte Erkrankungen und Beschwerden durch das Fasten gelindert werden. Als medizinische Therapie ist es beispielsweise bei Rheuma, chronischen Entzündungen, dem metabolischen Syndrom oder Bluthochdruck anerkannt. Da die Entlastung des Körpers seine Selbstheilungskräfte aktiviert, können die gesundheitlichen Vorteile aber multipel sein. Zum Beispiel beobachtete meine gesunde Freundin Kathi, dass ein vorübergehendes Zucker-Fasten ihre Hühneraugen am Fuß verschwinden ließ. 

Arten des Fastens

  • Wasserfasten/Heilfasten: Bei der strengsten Form des Fastens wird nur Wasser, Tee oder auch mal eine Brühe getrunken. Sie dauert meist sieben Tage, kann bei medizinischer Indikation aber auch länger durchgeführt werden. Da mit vielen Nebenwirkungen gerechnet werden muss, sollte diese Fastenkur von Experten, z.B. in einer Fastenklinik begleitet werden.
  • Saftfasten: Auch beim Saftfasten bleibt der Darm leer und der Stuhlgang setzt aus. Anders als beim Wasserfasten werden jedoch Kalorien und Nährstoffe in Form von Säften zugeführt. Die Qualität der Säfte ist hierbei von entscheidender Bedeutung für den Erfolg der Kur. Statt fertiger (im Verarbeitungsprozess erhitzter) Obstsäfte aus dem Supermarkt sollten frisch zu bereitete kaltgepresste Gemüsesäfte, die z.B. Selleriesaft getrunken werden.
  • Basenfasten: Hier werden kleine, ausschließlich basenbildende Mahlzeiten verzehrt. Das können grüne Smoothies sein, frische Salate und Suppen aus Wurzelgemüse. Wichtig hierbei ist es, die Portionen nicht zu groß zu gestalten und weiterhin viel zu trinken.
  • Intermittierendes Fasten: Diese Art des Fastens ist für eine längere Phase und sogar dauerhaft geeignet. Hier wird innerhalb von 24 Stunden nur in einem bestimmten Zeitraum gegessen. In der gängigen 16:8-Methode liegen 16 Fastenstunden zwischen der letzten Mahlzeit am Abend und der ersten Mahlzeit am nächsten Tag. In den 8 Stunden dazwischen können 2-3 beliebige Gerichte gegessen werden.  
  • Intervallfasten: Auch diese Fastenform kann langfristig betrieben werden. Es wird an einem oder an zwei Tagen in der Woche mit Wasser gefastet. An den übrigen 5 Tagen kann man sich normal ernähren. 

Welche Fastenform die richtige ist, ist sehr individuell und hängt von der eigenen Disziplin und natürlich vom Gesundheitsziel ab. Jede der hier aufgeführten Arten aktiviert Heilungsprozesse im Körper und regt die Entgiftung an. Um bei einer chronischen Erkrankung therapeutische Effekte zu erzielen, sollte eine strengere Fastenform gewählt werden, die dann in einem verbesserten Ernährungsverhalten und gern auch in einem längerfristigen Intermittierenden oder Intervallfasten münden kann. Wer sich bereits bester Gesundheit erfreut, kann mit einem gelegentlichen Basenfasten und regelmäßigen Intermittierenden Fasten präventiv viel für sich tun.

Tipps für’s Fasten

  • Viel trinken! Mindestens 40 ml pro Kilogramm Körpergewicht
  • Wasserfasten nur unter ärztlicher Aufsicht!
  • Realistische Ziele setzen: Besser eine 7-tätige Detox-Kur mit anschließender Ernährungsumstellung, als nach 3 Tagen Saftfasten aufgeben.
  • Weiterhin viel bewegen! Nur mit Bewegung kann das Lymphsystem angeregt und Giftstoffe ausgeleitet werden. Außerdem produzieren Muskeln heilende Botenstoffe, wenn sie aktiv bleiben.
  • Bitte kein Stress: Nur in der Entspannung kann der Körper regenerieren und entgiften. 
  • Die Leber und die Ausscheidungsorgane Darm, Niere, Haut und Lunge gezielt bei der Entgiftung und Ausleitung unterstützen.

All diese Tipps kommen selbstverständlich auch in der ResetDetoxWeek zum Tragen. Sie kombiniert die positiven Effekte eines Heilfastens mit stark verminderten Nebenwirkungen, wie Kopfschmerzen, Schwindel oder schlechter Laune. Durch die fortbestehende Nahrungsaufnahme wird die Ausleitung über den Darm stimuliert und der Körper erhält essentielle Mikronährstoffe für die Entgiftung in der Leber. Das ist ein ganz klarer Vorteil gegenüber des Wasserfastens! 

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